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Ursula Poznanski: Fünf

Mit dem 2012 im Wunderlich-Verlag erschienenen Thriller „Fünf“ gibt die österreichische Autorin Ursula Poznanski ihr Krimi-Debüt – ein voller Erfolg.
In Plastiksäcke verpackte Körperteile, auf die Fußsohlen einer weiblichen Leiche tätowierte Koordinaten und nicht ein einziger Verdächtiger – für Beatrice Kaspary und Florian Wenninger, Ermittler der Salzburger Kriminalpolizei, der Beginn eines tödlichen Spieles. Denn der Mörder scheint es nicht bei einer Toten belassen zu wollen. Die Ermittler sehen sich mit einem Gegenspieler konfrontiert, dessen Motive ebenso undurchsichtig sind wie die mysteriösen Rätsel, die er an jedem Tatort hinterlässt. Gefangen im perfiden Spiel des Mörders sind sie gezwungen, ein Phantom zu jagen, das ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint.
Mit „Fünf“ schafft Ursula Poznanski einen jugendliche sowie erwachsene Leser gleichermaßen ansprechenden Krimi, der durchaus in der Lage ist, nicht nur Fans der österreichischen Kriminalliteratur zu begeistern. Dass sie dabei die grundverschiedenen Themen „Geocaching“ und „Mord“ miteinander verbindet, scheint gewagt, sorgt jedoch für frischen Wind in der österreichischen Krimilandschaft.
Erwartungsgemäß stellt die Autorin auch in ihrem ersten Krimi ihre Fähigkeiten zum nervenzerreißenden Spannungsaufbau und -erhalt unter Beweis. Neben einer hervorragenden Zeichnung der Protagonisten und einem authentisch erscheinenden Einblick in die Polizeiarbeit glänzt der Thriller vor allem durch seine überraschenden und unerwarteten Wendungen – und garantiert so fesselndes Lesevergnügen von der ersten bis zu letzten Seite.

 

Signatur DE Poz

Nico Dorigatti, 8A

Jonathan Stroud: Das Amulett des Samarkand

Der Fantasyroman „Das Amulett von Samarkand“ wurde von Jonathan Stroud verfasst und ist am 10.9.2007 erschienen. Das Buch handelt von den Abenteuern des Zauberlehrlings Nathanel und dem Dämon Bartimäus.

Die Geschichte beginnt als der Zauberer Arthur Underwood Nathanel als Schüler in seinem Haus aufnimmt und in den Grundlagen der Magie unterrichtet. Der Junge ist äußerst wissbegierig und fühlt sich unterfordert. Eines Tages trifft er auf den Zauberer Simon Lovelace welcher ihn aufs Übelste demütigt worauf der Junge beschließt, den Geist Bartimäus zu beschwören und sich an Lovelace zu rächen. Zu diesem Zweck befiehlt er seinem neuen Diener, das Amulett von Samarkand aus dem Haus seines Feindes zu stehlen. Hierauf überschlagen sich die Ereignisse und Nathanel und Bartimäus kommen einer Verschwörung von ungeahntem Ausmaß auf die Spur.

Eine Besonderheit des Romans sind die sarkastischen und oft boshaften Bemerkungen, die der Dämon Bartimäus regelmäßig von sich gibt. Der zynische Djinn verleiht dem Buch einen einzigartigen Charme und hebt es unter anderen seiner Kategorie hervor. Meiner Meinung nach eignet sich das Buch für Jung und Alt und ist ein Muss für Fantasy-Liebhaber.

 

Signatur: JE Str

8A

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker

Die Komödie „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt wurde am 21. Februar 1962 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt und im selben Jahr herausgegeben. Das Werk wirft die Frage nach Ethik in der Wissenschaft auf. Die Hauptfiguren stehen stellvertretend für unterschiedliche Zugänge in der Wissenschaft: die reine Form der Wissenschaft versus der anwendungsorientierten.

 

Die Handlung tragen drei Physiker (Einstein, Newton, Möbius), die in einem Irrenhaus leben. Sowohl Newton als auch Einstein haben jeweils eine Krankenschwester ermordet. Als eine weitere Krankenschwester Möbius ihre Liebe gesteht, ermordet auch er diese. Im Verlauf der Handlung entpuppen sich Einstein und Newton als Geheimagenten verfeindeter Mächte und als ebenso wenig geisteskrank wie Möbius, der seine Entdeckungen aus Angst vor den Konsequenzen für die Welt geheim hält. Die drei beschließen in dem Irrenhaus zu bleiben, um die Welt zu retten. Was sie nicht wissen, ist, dass Fräulein Doktor die eigentliche Geisteskranke ist, die die drei Physiker belauscht hat und nun die Weltherrschaft an sich reißen will.

 

Ein besonderes Merkmal des Werkes ist die Sprache der drei Physiker: Sie ist durch Ironie, Wortspiele, bizarre Wendungen und Stilbrüche gekennzeichnet. Das sorgt für gute Unterhaltung und einen temporeichen Lesefluss.

 

Diese Komödie eignet sich für Leser, die temporeichen Humor und Unterhaltung suchen, die auch ein wenig skurril sein darf. Das Buch ist zu Recht ein Klassiker in der Literaturwelt.

 

Signatur: DD Dür

8A

 

Suzanne Collins: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Der Fantasy - Roman „Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele“ ist von der Autorin Suzanne Collins verfasst worden und im Juni 2009 erschienen. Er handelt von der sechzehnjährigen Katniss, die, um ihre kleine Schwester zu beschützen, an den Hungerspielen teilnimmt.

 

Nordamerika ist durch Kriege und Naturkatastrophen zerstört worden und aus den Trümmern Panem entstanden. Panem ist in zwölf Distrikte unterteilt, wobei das Kapitol den Sitz der Regierung darstellt. Jedes Jahr finden Hungerspiele statt, für die jeweils zwei Jugendliche aus den Distrikten ausgewählt werden, die in einer Arena um Leben und Tod kämpfen müssen. Jedoch darf nur einer der vierundzwanzig Teilnehmer überleben. Als ihre Schwester ausgewählt wurde, meldet sich Katniss an ihrer Stelle. Zusammen mit Peeta bricht sie auf, um sich dem Kampf zu stellen. Beide wissen, dass sie sich irgendwann als Feinde gegenüberstehen werden, doch als Peeta ihr das Leben rettet, ändert sich alles.

 

Der Roman ist spannungsreich und wird jeden Leser für sich begeistern. Die Geschichte von Katniss wird realistisch und detailliert dargestellt, so dass man den Roman nicht aus der Hand legen möchte. Man fiebert mit den Charakteren mit und es fühlt sich so an, als wäre man selbst mittendrinnen.

 

Signatur: JE Col

 

 

 

8A

Ursula Poznanski: Stimmen

Der Thriller „Stimmen“, erschienen im März 2015, ist der dritte Band der Thriller-Serie von Ursula Poznanski, die von dem Ermittlerteam Beatrice Kaspary und Florin Wenninger handelt.

 

Ein obskurer Mord führt das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger auf die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord: Die Leiche eines Arztes wurde mit Alltagsgegenständen verziert und einer Eisenstange im Hals aufgefunden. Diese zusammenhanglos anmutende Tat lässt die beiden den Mörder unter den schwerkranken Patienten vermuten und so beginnt für die Ermittler eine aufreibende und verwirrende Reise in die Gedankengänge der Kranken, wobei oft nicht zwischen Realität und Wirklichkeit unterschieden werden kann. Und als wären die mühsamen Ermittlungen für Beatrice nicht genug, verschärft sich das Verhältnis zu ihrem Exmann immer mehr. Dabei ist es auch nicht sonderlich hilfreich, dass sie und Florin sich immer näher kommen…

 

Dieser Thriller ist ein Muss für alle Genre-Fans, die eine komplexe Handlung mit vielen Figuren mit eigener Hintergrundgeschichte wertschätzen: „Stimmen“ birgt eine Vielzahl an interessanten Charakteren, die erstmals durchschaubar, aber dann doch wieder geheimnisvoll wirken. Sie scheinen im ersten Moment durch ihre Traumata verletzlich und ohnmächtig, doch sind die Patienten der Psychiatriestation wirklich so handlungsunfähig, wie sie wirken? Der Leser kann sich hierbei auf viele Überraschungen gefasst machen!

 

Signatur: DE Poz

 

Gabriele Kolbinger, 8A

 

Krystyna Kuhn: Das Tal - Das Spiel

„Es ist dunkel. Es liegt mitten im Nirgendwo. Und es birgt ein schreckliches Geheimnis.“

 

Julia und ihr Bruder Robert wollen am Grace College, einem Elitecollege für Hochbegabte, ein neues Leben beginnen. Da in ihrer Vergangenheit schreckliche Dinge passiert sind, hoffen die beiden, dass sie sich dort eine neue Identität aufbauen können. Doch sobald sie in ihrer neuen Heimat eintreffen, bemerkt Julia, dass etwas mit dem College nicht stimmt. Es liegt in den Bergen, weit weg von jeglicher Zivilisation und ist auch nicht auf Google Maps zu finden.

 

Ein Supermarkt sowie Cafés und sogar ein Kino auf dem Campus sorgen dafür, dass die dortigen Studenten das Areal nicht verlassen.

 

Neben dem College liegt ein tiefer See, der Lake Mirror, an dem in der Nacht eine Einweihungsparty für die neuen Schüler gegeben wird. Als Robert am Ufer sitzt und angelt, beobachtet er, wie ein Mädchen in den See springt und nicht wieder auftaucht. Daraufhin versuchen die anwesenden Schüler das Mädchen zu retten, doch diese ist wie vom Erdboden verschluckt. Also versuchen sie Robert davon zu überzeugen, dass er sich das ganze wohl eingebildet haben muss.

 

Am nächsten Tag bemerkt man jedoch, dass in dieser Nacht eine Schülerin spurlos verschwunden ist: Angela Finder. Doch noch immer glaubt niemand Robert ein Wort, denn es kann nicht Angela gewesen sein, die ins Wasser gesprungen ist: Sie sitzt nämlich im Rollstuhl.

 

Es stellt sich also die Frage, was beim Bootshaus geschehen ist.

 

Gemeinsam mit ihren neuen Freunden versuchen Julia und ihr Bruder hinter das geheimnisvolle Verschwinden zu kommen, da sie überzeugt davon sind, dass das alles nichts mit einem „Unfall“ zu tun hat, wie es von der dortigen Polizei genannt wird. Schließlich sind bereits vor vielen Jahren acht Studenten verschwunden und nie wieder aufgetaucht…

Die Protagonistin Julia verkörpert ein unnahbares, kühles und leicht arrogantes Mädchen, womit man als Leser anfänglich leicht zu kämpfen hat. Schließlich wird der typische Held immer als bescheiden und genügsam dargestellt. Aber je tiefer man in das Buch vordringt, desto mehr wird man von ihrem zwiegespaltenen Charakter überzeugt, da sie gezwungen ist, ihr wahres Ich vor den anderen zu verbergen. Auch der Schreibstil der deutschen Autorin wirkt eigentümlich, da diese amerikanische Begriffe wie „Freshmen“ oder „Everybody’s darling“ einbaut, was dem Buch eine merkwürdige Note verleiht. Jedoch eine wirklich gelungene Meisterleistung ist die Handlung und deren Umsetzung. Dadurch, dass sich dem Leser im Laufe des Buches dutzende Fragen stellen, allerdings einige Handlungsstränge offen gelassen werden, ist anzunehmen, dass diese in den folgenden Bänden aufgelöst werden. Diese teilweise ungeklärten Geheimnisse, die sich bis zum Ende um „das Tal“ ranken machen es einem nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Ein seltsames, fesselndes, faszinierendes Werk!

 

Kuhn, Krystyna: Das Spiel - Das Tal 1, 2010, Arena

 

Signatur: JE Kuh

Sabine Wukovnig

John Henry Eagle: Der eiserne König

Im Fantasy-Roman „Der Eiserne König: Ein Abenteuer“ von John Henry Eagle aus dem Jahre 2011 geht es um den unscheinbaren Hans, der mit seinen Gefährten durch ganz Pinafor, einen fiktiven Kontinent, streift, um nach einem Mädchen zu suchen, welches eine rätselhafte Karte auf ihrem Rücken trägt. Hans‘ friedliche Welt ist nämlich in Gefahr, denn der gefürchtete Eiserne König droht abermals aus seinem jahrelangen Totenschlaf zu erwachen und erneut seine Schreckensregentschaft als Herrscher über ganz Pinafor in Anspruch zu nehmen. Das gesuchte Mädchen ist allerdings der Schlüssel, um das zu verhindern. Werden es Hans und seine Gefährten schaffen, das Mädchen vor den Lakaien des Eisernen Königs zu finden und Pinafor zu retten? Findet es heraus in: „Der Eiserne König: Ein Abenteuer“.

 

Der rund 650-seitige Fantasy-Roman von John Henry Eagle ist eine gewagte Mischung aus Märchen und Erwachsenen-Fantasy. Figuren aus den Werken der Grimmbrüder dienen als Hauptakteure im Kampf gegen das Böse. Was ich am besten an diesem Werk fand, war, dass der Roman, obwohl er mit Märchenfiguren arbeitet, eher für eine erwachsene Zielgruppe gedacht ist. Zum Beispiel finden sich die Helden oft in blutigen Schlachten um Leben und Tod oder in einem Bordell wieder. Für ältere Fantasyliebhaber eine durchaus spannende und leicht zu lesende Geschichte.

 

Eagle, John Henry: Der eiserne König, 2011, Fischer FJB.

 

Signatur: JE Eag

 

Simon Puscasiu

John Grisham: Theo Boone und der unsichtbare Zeuge

„Theo Boone und der unsichtbare Zeuge“ ist ein Roman von John Grisham, der 2010 veröffentlicht wurde. Das Buch thematisiert einen dreizehnjährigen Jungen namens Theo, der unbedingt Anwalt werden möchte. Er beschäftigt sich bereits in seiner Jugend mit Recht und hilft Freunden und Bekannten bei juristischen Problemen. Der Jugend- und Kriminalroman wurde aus dem Englischen übersetzt.

 

Theo Boone ist ein amerikanisches Einzelkind, dessen Eltern beide Anwälte sind. Durch sein großes Interesse an Recht lernt er begeistert, wie das Amt eines Anwaltes zu führen ist. Theo hilft oft Bekannten und Freunden, rechtliche Schwierigkeiten zu beseitigen und sorgt überall für Gerechtigkeit. Da der Junge alle Anwälte und Richter des Gerichts in seiner Heimatstadt kennt, hat er viele Beziehungen und gelangt an viele gewünschte Informationen.

Als ein Mann, Mr. Duffy, eines Tages seine Frau ermordet, ist die Kleinstadt in Aufruhr. Theo informiert sich gründlich über die Geschehnisse und verfolgt den Prozess – ob im Gerichtssaal oder über das Internet. Da Mrs. und Mr. Boone auch sozial engagiert sind, lernt Theo in einer Obdachlosenunterkunft eine ausländische Familie kennen.Diese Freundschaften bringen Theo aber im Laufe des Mordprozesses in große Schwierigkeiten.

Der Junge erfährt nämlich dort von einem Überraschungszeugen, der beweisen kann, dass Mr. Duffy seine Frau tatsächlich umgebracht hat. Dieser junge Mann ist jedoch illegal in den USA und könnte durch seine Aussage ins Gefängnis kommen und abgeschoben werden.

Wird der Zeuge aussagen? Soll Theo die Identität des Zeugen preisgeben, dass der Mörder für schuldig befunden wird und seine gerechte Strafe bekommt?

 

Der Roman ist auf eine so spannende und interessante Weise geschrieben, dass ich oft nicht aufhören konnte, zu lesen. Speziell zum Ende hin ergeben sich viele Fragen, die der Leser gerne beantwortet bekommen würde. Jedoch ist das Ende von „Theo Boone und der unsichtbare Zeuge“ sehr offen. Auch die Sprache des Buches ist relativ einfach. Durch die neutrale Erzählperspektive weiß man nie, wer welche Gedanken hat. Besonders beeindruckt hat mich, dass John Grisham den jugendlichen Leser ernst nimmt, indem ein Dreizehnjähriger den Protagonisten darstellt.

Die Einblicke in die amerikanische Gerichtsbarkeit werden außerdem informativ und spannend übermittelt. Grisham erwähnt interessante gerichtliche Aspekte: Das Auftreten von Anwälten, die Rolle der Gestik, Mimik und Kleidung. Bis auf das offene Ende hat mir dieser Roman äußerst gut gefallen.

 

Grisham, John: Theo Boone und der unsichtbare Zeuge, München: 2010, Wilhelm Heyne Verlag.

 

Signatur: JE Gri

 

Johanna Fries

Vorschläge für Medien-neuanschaffungen

Bibliotheken rechnen sich nicht, aber sie zahlen sich aus. (unbekannt)
Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt. (Jorge Luis Borges)
Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)
Lest nicht wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben. (Gustave Flaubert)
Bibliotheken rechnen sich nicht, aber sie zahlen sich aus. (unbekannt)
Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt. (Jorge Luis Borges)
Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)
Lest nicht wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben. (Gustave Flaubert)
Bibliotheken rechnen sich nicht, aber sie zahlen sich aus (unbekannt)
Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt. (Jorge Luis Borges)
Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überlässt? (Ernst R. Hauschka)